Hirmer GmbH & Co. KG
Kaufingerstraße 28
80331 München
F&M Retail GmbH
Schanzenstraße 39 D22
51063 Köln
NHP Bau AG
Gewerbebogen 3
85661 Forstinning
Tragwerksplanung LP 1–6 HOAI
Baubegleitende Betreuung
Kontroll- und Überwachungsmonitoring (Setzungsmessungen nach Vorgaben DB InfraGO)
Planung der Bauzwischenzustände sowie der Behelfs- und Sicherungskonstruktionen
In der Theatinerstraße 3 in der Münchner Innenstadt wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen Modehauses Eckerle von der italienischen Modehauskette Max Mara übernommen und durch bauliche Veränderungen zu hochwertigen Verkaufsflächen im Erdgeschoss bis 2. Obergeschoss umgebaut. Im Untergeschoss entstanden Lagerflächen, die Personalflächen befinden sich im 3. Obergeschoss.
Das bestehende Geschäftshaus E+5 mit Vollunterkellerung wurde in der Nachkriegszeit errichtet und hatte aufgrund unterschiedlicher Nutzungen bereits mehrere Umbauphasen mit erheblichen Eingriffen in das Tragwerk erfahren. Lediglich das zentral angeordnete Treppenhaus mit Aufzugsanlage blieb unverändert. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Skelettbau in Massivbauweise, die Geschossdecken sind überwiegend als Stahlbeton-Rippendecken ausgeführt.
Kernstück des Umbaus war eine über zwei Geschosse vom Erdgeschoss bis in das 2. Obergeschoss führende Wendeltreppe als leichte Stahlkonstruktion, ergänzt durch gebogene Glasbrüstungen mit hohen Anforderungen an Planung und Ausführung. Hierfür wurden die Grundrisse der Geschossebenen angepasst und bestehende Deckenkonstruktionen gezielt umgebaut. Das 3. Obergeschoss wurde über eine neue geradläufige Personaltreppe ebenfalls in leichter Stahlausführung erschlossen. Nicht mehr benötigte Treppenöffnungen wurden geschlossen und zurückgebaut.
Eine besondere Randbedingung ergab sich aus der Lage im Nahbereich der Tunnelfahrt für die 2. Stammstrecke der S-Bahn. Seitens der DB InfraGO waren Grenzwerte für die Setzungsverläufe vorgegeben, deren Einhaltung durch ein umfangreiches Kontroll- und Überwachungsmonitoring sichergestellt wurde.
Hingerl Ingenieure RegioPlan begleitete das ausführende Bauunternehmen sowie die Objekt- und Fachplaner bei der Umsetzung der baulichen Maßnahmen am Tragwerk der vorhandenen Bausubstanz und an den neuen Tragelementen sowie bei der Sicherung der Bauzwischenzustände durch entsprechende Behelfs- und Sicherungskonstruktionen. Ziel war ein ressourcenschonender Eingriff in den Bestand unter Beachtung der komplexen innerstädtischen Rahmenbedingungen für die Baulogistik sowie hoher Anforderungen an die Nachhaltigkeit der eingesetzten Baustoffe. Die weiteren Planungsleistungen wurden von einem international zusammengestellten Planungsteam erbracht.