Gleisbau und Verkehrsinfrastruktur am Scheidplatz Süd in München
Im Zuge der Maßnahme „T – Scheidplatz Süd“ in München wurden umfangreiche Arbeiten im Bereich Gleisbau, Weichenbau und Verkehrsinfrastruktur ausgeführt. Insgesamt wurden fünf Weichen und drei Gleiskreuzungen neu gebaut. Dadurch entstand eine neue Abbiegemöglichkeit von der Belgradstraße in die Parzivalstraße.
Zusätzlich wurden rund 120 Meter Einzelgleis neu verlegt und 270 Meter Gleis erneuert. Die Arbeiten umfassten damit sowohl den Neubau als auch die Gleiserneuerung bestehender Anlagen im Münchner Schienenverkehr.
Zur Vermeidung von Schallbrücken wurde der Gleisoberbau als klassischer Aufbau eines leichten Masse-Feder-Systems ausgeführt. Der Aufbau besteht aus einer 35 Zentimeter starken Betonplatte, einer Unterschottermatte, Fahrbahnbeton und einer Asphalteindeckung.
Die erforderliche Gleistragplatte aus Stahlbeton wurde auf 25 Millimeter starken Unterschottermatten gelagert. Diese dienen als Elastomerschicht innerhalb des Masse-Feder-Systems.
Die Verbindungen zu den bestehenden Stahlbetonabschnitten wurden mithilfe von Querkraftdornen hergestellt.
Aufgrund der eingebauten Elektrik wurde im Bereich der Weichensperrkreise zur Reduzierung der Leitfähigkeit anstelle einer Betonstahlbewehrung B500S (B) eine glasfaserverstärkte Kunststoffbewehrung eingesetzt. Verwendet wurde Schöck ComBar gemäß bauaufsichtlicher Zulassung.
Die Maßnahme verbindet damit zentrale Bereiche aus Gleisbau, Tiefbau, Ingenieurbau, Weichenbau, Gleiserneuerung und moderner Verkehrsinfrastruktur in München.